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Exkursion des Informatik-Leistungskurses zur DekaBank

Im April fand ein spannender Ausflug für die Schülerinnen und Schüler des Informatik-Leistungskurses der Stufe 12 nach Frankfurt Niederrad statt. Gastgeber war die DekaBank, die in ihrem modernen Gebäude einen beeindruckenden Einblick in die IT-Welt bot.

Der Besuch ermöglichte den Schülerinnen und Schülern nicht nur, das Unternehmen und zahlreiche IT-Berufsbilder kennenzulernen, sondern auch wertvolle Einblicke in reale Entwicklungsprozesse der IT-Branche zu gewinnen. Der Einstieg war bereits unkonventionell: Mit einer Reihe an Schätzfragen hatten die Schülerinnen und Schüler die Chance, die IT-Abteilung der DekaBank näher kennenzulernen. Im Anschluss wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt, welche sich jeweils unterschiedlichen Modellen der Produktentwicklung im IT-Bereich widmeten.

Eine Gruppe beschäftigte sich mit dem agilen Entwicklungsmodell Scrum, welches in der Entwicklungsabteilung der DekaBank inzwischen präferiert wird. Scrum setzt auf kurze Entwicklungszyklen, sogenannte Sprints, welche sich durch enge Zusammenarbeit verschiedener Rollen, wie zum Beispiel Entwicklern und Testern, auszeichnet. Da jeder Sprint eine neue Funktion hinzufügt, kann dem Auftraggeber regelmäßig eine gebrauchsfertige Version des aktuellen Softwareprojekts (MVP - Minimal Viable Product) übergeben werden. Die Kommunikation mit dem Auftraggeber ist dadurch deutlich fließender und es lassen sich neue Anforderungen leicht einbringen.

Die andere Gruppe erkundete das klassische Wasserfall-Modell, bei dem die Phasen der Softwareentwicklung streng sequenziell durchlaufen werden. Das heißt, dass es nach Abschließen einer Phase nicht möglich ist, in eine vorherige, bereits abgeschlossene, wieder zurückzukehren. Einige der Phasen sind beispielsweise die Planung zu Beginn, "Release & Deploy" zum Schluss und die Testphase, bei der es sich um die Längste handelt und das Projekt auf Herz und Nieren geprüft wird.

Zur Umsetzung haben die Schülerinnen und Schüler eine Aufgabe aus einer vorangegangenen Informatikklausur wieder aufgearbeitet. Das Szenario lautete, dass Schüler-Daten an verschiedenen Orten (z.B. im Sekretariat oder in der Bibliothek) auf verschiedene Weisen gespeichert werden. Das Ziel dabei war es, zu erarbeiten, wie eine Lösung für das Problem (z.B. eine zentrale Datenspeicherung) mit dem Wasserfall- und mit dem Scrum-Modell jeweils geplant werden könnte.

Nach einer Mittagspause in der hauseigenen Kantine ging es mit einer Führung durch das große und moderne Gebäude weiter. Hierbei fiel vor allem das flexible Schreibtischkonzept sowie interessante Räume, wie Eltern-Kind Büros, ein Gebetsraum und sogar ein Playstation-Raum auf. Ein besonderes Highlight war die Dachterrasse mit schöner Aussicht auf Frankfurts Skyline.

Anschließend haben die beiden Gruppen sich gegenseitig ihre Ergebnisse vorgestellt. Zusammen mit Expertinnen und Experten der DekaBank wurden Vor- und Nachteile beider Modelle besprochen. Dabei wurde den Teilnehmenden erklärt, welches Modell in welcher Situation besser geeignet ist. Die Werksstudierenden, dual Studierenden und Auszubildenden haben sich der Gruppe vorgestellt und dabei ihren häufig nicht-linearen Werdegang erläutert, wodurch den Schülerinnen und Schülern klar wurde, dass es in der IT viele Rollen gibt und nicht nur den klassischen Softwareentwickler. Die Erfahrungsberichte sowie praktische Tipps für den eigenen Werdegang wurden von vielen Schülerinnen und Schülern als besonders wertvoll eingestuft.

Ganz besonderer Dank geht an Herrn Zabel, der als Projektleiter bei der DekaBank unter anderem für den Serverbetrieb verantwortlich ist und der diese Exkursion erst ermöglicht hat. Herr Zabel und mehrere seiner Teammitglieder organisierten ein äußerst informatives und abwechslungsreiches Programm und führten die Schülergruppe mit großem Engagement durch den Tag. Entsprechend positiv waren auch die Rückmeldungen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die die Exkursion nicht nur fachlich interessant, sondern auch sehr unterhaltsam fanden.

Wieder einmal hat sich gezeigt, dass bei den Schülerinnen und Schülern MINT-Angebote auf großes Interesse stoßen. Solche Veranstaltungen fördern nicht nur das Fachwissen, sondern auch Einblicke in verschiedene Berufsmöglichkeiten, die die Schülerinnen und Schüler nach dem Abitur einschlagen können.

Paul & Dimitrii

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Zuletzt aktualisiert: 06. Mai 2026

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