
Sankt Lioba Schule beteiligt sich mit internationalen Beiträgen am bundesweiten Vorlesetag
Wie vielfältig Sprache sein kann, erlebten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 der Sankt Lioba Schule am bundesweiten Vorlesetag am 21. November. Unter dem diesjährigen Motto „Vorlesen spricht Deine Sprache“ präsentierten Kinder und Erwachsene Texte aus unterschiedlichen Ländern – und machten die Bibliothek für eine Stunde zum internationalen Hörraum.
Die Schülerinnen und Schüler brachten Bücher aus ihrer Muttersprache mit und lasen Auszüge auf Russisch, Japanisch, Ungarisch, Italienisch, Koreanisch, Polnisch, Griechisch und Französisch vor. Mit großem Staunen lauschten ihre Mitschülerinnen und Mitschüler den ungewohnten Klangfarben und Erzähltraditionen. Auch das Schulteam beteiligte sich: Frau Herzen, Leiterin des Bibliotheksteams, steuerte ein russisches Gedicht bei, Frau Puljic aus dem Schulsekretariat begrüßte die Lernenden auf Kroatisch, und Schulleiterin Frau Finkeldey berichtete auf Englisch von ihrem Arbeitstag.
Parallel dazu konnten die Kinder die neuen fremdsprachigen Bücher der Schulbibliothek entdecken, die auf Initiative des Förderkurses „Fit für Deutsch“ angeschafft wurden.
Vorlesen verbindet – über Sprache hinaus
Die Veranstaltung machte deutlich, was zum Selbstverständnis der Sankt Lioba Schule gehört: Vorlesen schafft Beziehungen – unabhängig von Herkunft, Generation oder Lebenswelt. Der bundesweite Vorlesetag, an dem jährlich mehr als eine Million Menschen teilnehmen, rückt die Bedeutung der Lesefähigkeit für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe eindrucksvoll in den Fokus.
Literarischer Höhepunkt: „Herz aus Schrott“
Das Bibliotheksteam präsentierte außerdem einen eindrucksvollen Auszug aus dem Umweltroman „Herz aus Schrott“ von Ruth Rahlff. Vorgestellt wurde er von Sophia Michalak, Jonas Geißler und Anna Bárdos. Die Geschichte um die Protagonistin Amanda, die auf einem Schrottplatz lebt und deren selbstgebaute Figuren zum Leben erwachen, begeisterte das Publikum. Im Anschluss setzten die Schülerinnen und Schüler das Gehörte kreativ in eigene Texte und Bilder um. Am Ende waren sich alle Sechstklässler einig: Eine Schulstunde war selten so schnell vorbei.
