Erasmus+-Austausch nach Santander verbindet MINT, Meer und internationale Freundschaften

Vom 23. bis 28. Februar 2026 hieß es für zehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 der St.-Lioba-Schule: Koffer packen, Neugier mitnehmen und auf nach Spanien! Gemeinsam mit zwei Lehrkräften nahmen acht Mädchen und zwei Jungen am ersten Erasmus+-Austausch mit unserer neuen Partnerschule in Santander teil. Das Projekt wurde durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union finanziert und stand unter dem spannenden MINT-Thema „Mikroplastik in Wasser“.

Bereits die Anreise versprach Abenteuer: Früh am Morgen ging es mit dem Zug nach Frankfurt und von dort per Flugzeug nach Bilbao. Nach der Landung wurden die Teilnehmenden von strahlendem Sonnenschein begrüßt – ein Wetter, das die Gruppe die gesamte Woche begleiten sollte. Anschließend führte die Reise entlang der beeindruckenden nordspanischen Küste nach Santander, wo die deutschen Schülerinnen und Schüler von ihren Gastfamilien herzlich empfangen wurden.

Santander, die Hauptstadt der Region Kantabrien im Norden Spaniens, präsentierte sich von ihrer schönsten Seite. Die elegante Küstenstadt ist bekannt für ihre weitläufige Bucht, traumhafte Strände und die reizvolle Mischung aus urbanem Leben und Natur. Besonders die Halbinsel La Magdalena mit ihrem historischen Palast, die kilometerlangen Promenaden und die beeindruckenden Ausblicke auf den Atlantik hinterließen bei allen bleibende Eindrücke.

Der offizielle Programmstart begann mit einem herzlichen Empfang an der Partnerschule IES La Albericia. Nach der Begrüßung durch die Schulleitung und die Projektverantwortlichen erhielten die Gäste einen Einblick in das spanische Schulsystem sowie eine Führung durch das moderne Schulgebäude.

Im Mittelpunkt der Woche stand das Thema Mikroplastik. In verschiedenen Labor- und Forschungsprojekten beschäftigten sich die Jugendlichen mit den Ursachen, Auswirkungen und Nachweismethoden von Mikroplastik in Gewässern. So wurden unter anderem angeschwemmte Abfälle aus dem Meer sortiert und analysiert, Sandproben untersucht und unterschiedliche Filtermethoden kennengelernt. Besonders spannend war die praktische Forschungsarbeit: An verschiedenen Standorten wurden Proben gesammelt, darunter in der Bucht von Santander und am Strand von Somo. Die anschließenden Untersuchungen ermöglichten den Vergleich unterschiedlicher Gewässerbereiche. Gemeinsam kamen die Schülerinnen und Schüler zu dem Ergebnis, dass sich in Proben aus dem offenen Meer teilweise mehr Mikroplastik nachweisen ließ als in küstennahen Bereichen. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Forschungszentrums IH Cantabria. Dort erhielten die Jugendlichen faszinierende Einblicke in moderne Simulationsanlagen, mit denen verschiedene Bedingungen in Gewässern nachgebildet werden können. Ein weiteres, besonderes Erlebnis war die Exkursion in den Geopark Costa Quebrada. Die spektakuläre Küstenlandschaft mit ihren Felsformationen, Klippen und geologischen Besonderheiten bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für die wissenschaftliche Arbeit.

Auch an der Schule selbst gab es viel zu entdecken. Neben den naturwissenschaftlichen Laboren beeindruckten die Kreativ- und Technikräume. Dort konnten die deutschen Gäste unter anderem Roboter steuern, einen kleinen Robotik-Wettbewerb austragen und moderne 3D-Drucker kennenlernen.

Durch die Unterbringung in Gastfamilien erhielten die Teilnehmenden authentische Einblicke in die spanische Kultur, Lebensweise und Sprache. Gemeinsame Mahlzeiten, Ausflüge, Bowling-Nachmittage und Stadtbummel gehörten ebenso zum Programm wie der Schulalltag mit spanischen Schülerinnen und Schülern. Viel zu schnell verging die Woche, und am Samstag stand bereits der Abschied am Flughafen an. Neben zahlreichen Fotos im Gepäck nahmen die Schülerinnen und Schüler vor allem neue Erfahrungen, vertiefte Kenntnisse im Bereich Umwelt- und Meeresforschung sowie internationale Freundschaften mit nach Hause.

Der erste Erasmus+-Austausch der St.-Lioba-Schule mit der Partnerschule in Santander war ein voller Erfolg. Beide Schulen sind sich einig: Dies soll erst der Anfang einer langfristigen Partnerschaft sein. Bereits jetzt gibt es Überlegungen für weitere gemeinsame Projekte und Austausche zu unterschiedlichen Themenbereichen. Mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Freundschaften und einer großen Portion Meeresluft im Herzen kehrte die Gruppe nach Deutschland zurück – und eines steht fest: Santander wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Ein besonderer Dank gilt unseren spanischen Gastgeberinnen und Gastgebern, den Gastfamilien sowie den Lehrkräften vor Ort, die mit großem Engagement ein abwechslungsreiches und lehrreiches Programm ermöglicht haben. Nicht zuletzt danken wir dem Erasmus+-Programm der Europäischen Union, das solche internationalen Begegnungen überhaupt erst möglich macht.

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