
Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin
"Der Austausch nach Amerika war eine der besten Entscheidungen, die ich jemals treffen konnte – und dafür gibt es viele Gründe. Natürlich war das Leben dort anders als in Deutschland, aber die Menschen waren von der ersten Sekunde an unglaublich freundlich und offen. Außerdem hatte ich wahrscheinlich eine der besten Gastfamilien überhaupt, wobei das wahrscheinlich jeder über seine Gastfamilie sagen kann ;) Sie haben mir in diesen vier Wochen die bestmögliche Zeit bereitet und mir jede Sehenswürdigkeit gezeigt. Ich habe mich so wohl bei ihnen gefühlt, dass es sich am Ende tatsächlich so angefühlt hat, als wäre ich mit ihnen verwandt.
Ich war in Washington, Missouri, auf der St. Francis Borgia High School. An einem Tag hatten wir außerdem die Möglichkeit, die Washington High School zu besuchen, eine weitere Schule der Stadt. In beiden Schulen waren die Menschen und Schüler unglaublich hilfsbereit und freundlich. Zusammen mit dem Deutschlehrer und dem Deutschkurs der St. Francis Borgia High School haben wir am ersten Tag einen Ausflug durch die Stadt gemacht. Wir waren im Rathaus und auf der Polizeistation. Dort konnten wir uns in das Polizeiauto setzen und alles anschauen, was echt cool war, weil die Polizisten total freundlich waren, offen gegenüber allen Fragen und generell viel Humor hatten.
Mit meiner Gastfamilie war ich außerdem in St. Louis, und wir haben den Gateway Arch besucht. Dort kann man mit einem Aufzug bis ganz nach oben fahren, die Aussicht auf die Stadt und den Nationalpark genießen und Bilder machen. Später waren wir im Ballpark Village essen, direkt beim Baseballstadion der St. Louis Cardinals, und sind danach noch etwas durch die Stadt gelaufen. Mit meinen neuen Freunden habe ich ebenfalls sehr viel Zeit verbracht, und wir haben viele verschiedene Dinge gemacht, wie zum Beispiel Abende bei jemandem von uns zu Hause verbracht, Taco Bell oder andere leckere Food-Spots besucht, Pickleball gespielt, eine Arcade besucht, gebowlt oder bei Baseballspielen des Schulteams zugeschaut.
Auch mit meiner Gastfamilie war ich viel unterwegs. Vor allem haben wir sehr viel geshoppt. Natürlich wurden mir auch typisch amerikanische Läden wie Walmart oder Target gezeigt, und diese sind zusammen mit den berühmten Malls dort riesig. Das war beinahe wie ein kleiner Schock, da man in einem Laden alles von A bis Z kaufen kann, aber irgendwie hat es auch Spaß gemacht, dort durch die Regale zu stöbern. Zum Ende meines Austauschs hat meine Gastfamilie eine Goodbye-Party mit dem Motto „USA“ für mich organisiert. Wir haben alle meine Freunde eingeladen und gemeinsam eine richtig schöne letzte Zeit verbracht. Der Abschied fiel so unglaublich schwer – wir hatten alle mehr oder weniger Tränen in den Augen. Insgesamt hatte ich dort einfach unglaublich viel Spaß – auch wegen dieses großen Kontrasts zu Deutschland. Besonders das frühe Autofahren macht meiner Meinung nach einen großen Unterschied, da wir dadurch in unserer Freizeit viel unabhängiger waren und immer spontan entscheiden konnten, wohin wir gehen möchten, ohne dass uns unsere Eltern fahren mussten.
Außerdem würde ich sagen, dass die amerikanische Kultur deutlich entspannter und lockerer ist. Die Menschen wirken sehr casual und kaum gestresst, und ich finde, davon könnten wir uns in Deutschland etwas abschauen. Auch die Freundlichkeit der Menschen ist mir extrem aufgefallen, da es sich teilweise so angefühlt hat, als wäre man selbst mit einem Mitarbeiter bei Target befreundet.
Die Zeit in Amerika war für mich eine unvergessliche Erfahrung, die ich gegen nichts auf der Welt eintauschen würde. Ich kann jedem, der die Möglichkeit dazu hat, nur empfehlen, nicht zu zögern, in den Flieger zu steigen und jede einzelne Sekunde zu genießen. Denn die vier Wochen sind für mich wie im Flug vergangen, und ich würde alles dafür geben, das noch einmal zu erleben."
Viktoria Wolf, E-Phase
